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KURZBERICHT

16.01.2019

 

 

Mit Ballenpressen Geld verdienen

Einsparungen von mehr als 100 000 Euro/Jahr und einen ROI von neun Monaten

 

 

 
FILM: htttp://www.youtube.com/v/zxBQM-0wGb4

Der Zusatz- und Gewürzehersteller VAN HEES GmbH ist mit seinen fünf HSM Ballenpressen glücklich. Die Pressen helfen dem Unternehmen, Transportkosten zu vermeiden und interne Prozesse zu optimieren. VAN HEES verdient heute mit seinem Müll sogar Geld.

Marc Wohlbold richtete das Augenmerk der Firma auf das Thema Müll, „vielleicht kein sexy Thema“, sagt er, „aber eines mit viel Einsparpotenzial“. Vor allem, wenn man so viel Abfall händelt wie VAN HEES. Die 4000 Produkte der Firma werden in Walluf aus 1400 Rezepturen hergestellt, alle davon entweder in Big Bags oder in Säcken verpackt. Aufgrund der Rohstoffe sind die jährlichen Abfallmengen stattlich: 113 Tonnen Big Bags, 90 Tonnen Folien, 90 Tonnen Karton und 60 Tonnen Papier. Wohlbolds erster Schritt in Sachen Abfallmanagement: Das Unternehmen begann die Fraktionen zu trennen. Dann wechselte VAN HEES den Entsorger und bekam fortan seine Wertstoffe vergütet. Die dritte Stufe der Abfall-Evolution war die Optimierung des betriebsinternen Ablaufes und die Überlegung, Ballenpressen in der Produktion aufzustellen, so dass künftig nur noch gepresste 400-Kilo-Ballen durch das Unternehmen transportiert werden. Marc Wohlbold sah sich drei Hersteller an und ließ eine Maschine eines Marktteilnehmers zum Test aufstellen. Diese Ballenpresse hat die Praxisprüfung jedoch nicht bestanden, so hat sich VAN HEES im Jahr 2012 für eine HSM V-Press 860 S entschieden. Ein „angenehmer und überzeugender“ Kauf-Dialog mit HSM, eine „sehr gute Verarbeitung“ und eine „offensichtlich gute Qualität“ und nicht zuletzt das Prädikat „Made in Germany“, waren laut Wohlbold die Gründe für die Wahl. „Wir wollten etwas Robustes und etwas Ordentliches.“ HSM passte die vertikale Ballenpresse an die Bedürfnisse des neuen Kunden an und versah die Maschine mit einem Hydrauliköl, das für die Lebensmittelbranche zugelassen ist. Außerdem bekam VAN HEES eine Maschine mit vertikaler Schiebetür zum Befüllen, weil sie einfach schneller zu schließen sei wie eine seitliche Tür, sagt Wohlbold. Schließlich bestellte VAN HEES eine S-Version der HSM V-Press 860 mit einem verstärkten Presskasten, weil in Walluf große Mengen Kunststoffe (Polypropylen) anfallen. Fünf Jahre nach dem Ersteinsatz der HSM V-Press 860 S bei VAN HEES „läuft diese Maschine immer noch einwandfrei“, berichtet Wohlbold. „Sie hat noch nie wirklich Probleme gemacht.“ Und das im schweren Dauereinsatz, denn das Pressen von Big Bags ist kein Kinderspiel. Das Material ist ohnehin expansiv, hinzu kommt die hohe Aggressivität der Reste: Salze, Acetate, Gewürze etc. Wohlbold: „Regelmäßiges Warten und einmal im Jahr eine intensive Grundreinigung und es kann weitergehen.“ Mit einer Ballenpresse begann es, heute verrichten fünf HSM V-Press 860 bei VAN HEES ihren Dienst. Drei in der Mischerei, eine in der Abfüllung und eine bei der Warenannahme und -ausgabe für Kartonagen. Hinzu kommen noch zwei handbetriebene mobile Ballenpressen HSM V-Press 60, die im Versand für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Mit dem Service des Herstellers ist man in Walluf zufrieden. Im Servicefall sei spätestens am übernächsten Tag jemand von HSM vor Ort. „Große Ausfälle gab es aber noch nicht“, sagt Wohlbold.

„Mit den Ballenpressen im Werk produzieren wir gut verwertbare Wertstoff-Ballen, die die Investitionen schnell wieder hereinholen. Wenn die Marktpreise gut sind, verdienen wir mit unserem „Müll“ Geld. Optimierte Prozesse kommen noch als Extra obendrauf.“
Marc Wohlbold, Projektleiter Produktion VAN HEES GmbH

Vorteile:
• Die vertikalen Ballenpressen komprimieren den Abfall vor Ort, reduzierter Transportaufwand
• Die Ballenpressen kommen mit schwierigem Pressgut (Big Bags) gut zurecht und stören sich nicht an aggressiven Rest-Inhalten wie Salze und Gewürze.
• VAN HEES produziert rund 400 kg schwere Ballen, die sich gut vermarkten lassen.
• Bei guter Rohstoffpreislage verdient VAN HEES mit seinem „Müll“ Geld.
• Bei manchen Wertstoffen erreicht eine Ballenpresse den ROI bereits nach neun Monaten.

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Firmenprofil

HSM seit über 45 Jahren Pionier und Innovationsführer im Bereich Ballenpressen. Sie verdichten Verpackungsmaterial um bis zu 95 % und verpressen sie zu handlichen Ballen, die dann wieder dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. HSM produziert in seinen Werken Pressen in allen Leistungsgrößen: von der platzsparenden Presse für Handel und Gewerbe bis zum vollautomatischen System für Großentsorger. Die Qualität ”Made in Germany” wird auch in Zukunft ein entscheidendes Merkmal der Strategie bleiben.