Recycling-Portal Produktnews Erschienen: 10.08.2026
Druckdatum: 10.08.2026

3D-Radar für Kohlesilos: Vermeidung von Anbackungen im Sommer

Feuchte Kohle in Silos führt zu ungenauen Beständen, Wandanbackungen und struktureller Belastung. Der Radar-Scanner RETTAR 3DPro 2300 bietet eine präzise 3D-Echtzeit-Schüttgutüberwachung sorgt für ein sicheres, exaktes Brennstoffmanagement.
Spitzenlasten im sommerlichen Strombedarf erfordern von Kraftwerken das Vorhalten maximaler Brennstoffreserven. Die hohe saisonale Luftfeuchtigkeit und schwere Regenfälle machen gelagerte Kohle jedoch feucht und kohäsiv, sodass das Material an den Behälterwänden haftet und verdeckte Hohlräume bildet. Der Einsatz eines fortschrittlichen Systems wie des Radar-Scanners RETTAR 3DPro 2300 behebt diese Messfehler, indem die Einzelpunkt-Schätzung durch kontinuierliche Radarverfolgung ersetzt wird – dies gewährleistet eine zuverlässige Schüttgut-Bestandserfassung, verhindert strukturelle Wand-Schäden und ermöglicht ein sicheres Brennstoffmanagement.

Saisonale Gefahren vs. 3D-Echtzeit-Lösungen zur Schüttgutüberwachung
Sommerliche Luftfeuchtigkeit und starke Regenfälle stellen Kraftwerke vor erhebliche Herausforderungen beim Materialhandling. Feuchte Kohle wird hochgradig kohäsiv, was dazu führt, dass sie sich an den Behälterwänden festsetzt und gefährliche verdeckte Brücken oder Hohlräume bildet. Herkömmliche Messgeräte erfassen oft nur einen einzelnen Hochpunkt, verwechseln so einen halb leeren Behälter mit einem vollen und verursachen kritische Störungen in der Brennstoffversorgung. Zudem erzeugen unregelmäßige Kohleoberflächen einen ungleichmäßigen Seitendruck auf die Behälterwände, was zu gefährlichen strukturellen Belastungen führt.

Um diese betrieblichen Gefahren zu minimieren, löst die 3D-Sensorik direkt die primären Risiken der Kohlelagerung:

  • Reduzierung von Wandanbackungen: Anbackende Kohle erzeugt verdeckte Hohlräume, Materialbrücken und falsche Hochstandsmeldungen, die das Brennstoffmanagement beeinträchtigen. Durch 3D-Oberflächenkartierung scannt das System kontinuierlich den gesamten Innenbereich und deckt tatsächliche Hohlräume und Materialaufbau auf, bevor es zu schweren Blockaden kommt.
  • Ausgleich asymmetrischer Belastung: Eine ungleichmäßige Materialverteilung übt einen asymmetrischen Seitendruck auf die Behälterwände aus, was das Risiko von Materialermüdung und Rissbildung erhöht. Die 3D-Echtzeit-Schüttgutüberwachung erkennt ungleichmäßige Schüttkegel frühzeitig, sodass das Bedienpersonal die Wandbelastung beim Materialabzug ausgleichen kann.
  • Eliminierung manueller Sicherheitsrisiken: Manuelle Inspektionen setzen das Wartungspersonal gefährlichen Steigwegen in großer Höhe, Kohlestaub in der Luft und engen Räumen aus. Das berührungslose automatische Scannen bietet kontinuierliche Ferntelemetrie, während die Wartungsteams sicher am Boden bleiben.

80-GHz-3D-Sensorik sorgt für präzise Schüttgut-Bestandserfassung

Um die Messgenauigkeit trotz hoher Staubbelastung und Feuchtigkeit aufrechtzuerhalten, setzen moderne berührungslose Instrumente auf eine 80-GHz-3D-Sensorarchitektur. Durch den Einsatz eines 80-GHz-3D-Radarsenders sendet das System schmale Hochfrequenzsignale aus, die staubige Umgebungen ohne Signalverlust durchdringen.

Der speziell für raue Siloumgebungen entwickelte Radar-Scanner 3DPro 2300 führt kontinuierliche Mehrpunkt-Abtastungen mit vollständiger 360°-Bildgebung durch. Dabei erfasst er 16.200 Scanpunkte im Innenraum, um genaue Raumkoordinaten für die Live-3D-Oberflächenkartierung zu generieren. Dieses kontinuierliche, hochdichte Scannen liefert eine außergewöhnliche Volumengenauigkeit von ±0,5 % FS...±2 % FS und legt exakte Oberflächenkonturen, Kohleanbackungen und Trichterbildungen offen – ohne dass riskante manuelle Inspektionen oder störende Anlagenabschaltungen erforderlich sind.

Der 3DPro 2300 wurde für einen nahtlosen Einsatz konzipiert und benötigt für die Flanschmontage lediglich eine Einbauöffnung von 190 mm – wodurch die strukturelle Integrität des Silodachs gewahrt bleibt –, während die Schutzart IP68 eine langfristige Betriebssicherheit gewährleistet.

Integration von 3D-Volumenscannern bietet vollständige Datentransparenz

Die Umrüstung auf einen praxiserprobten 3D-Volumenscanner wandelt rohe physikalische Messdaten in verifizierbare betriebliche Erkenntnisse in der gesamten Anlage um:

  • Vollständige Silo-Transparenz: Bediener im Leitstand erhalten klare visuelle Karten der internen Kohleverteilung und erkennen Wandanbackungen frühzeitig, um strukturelle Blockaden zu verhindern.
  • Unternehmensweite Datentransparenz: Verifizierte Bestandsdaten werden über standardisierte Industrieprotokolle (wie OPC UA, Modbus TCP und MQTT) direkt in die SPS-, PLS-, MES- und zentralen ERP-Systeme der Anlage gestreamt, was eine automatisierte Bestandsbuchhaltung ermöglicht.
  • Prädiktive Brennstofflogistik: Volumenaktualisierungen in Echtzeit ermöglichen es den Beschaffungsteams, Brennstofflieferungen genau zu planen und ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden.

Optimieren Sie Ihr Silomanagement

Ungenaue Kohlebestandsdaten während sommerlicher Spitzenlasten sind oft ein Zeichen für tiefgreifendere Engpässe in der Messtechnik. Kommt es in Ihrer Anlage zu Datenverzögerungen oder Problemen mit Materialbrücken?

Kontaktieren Sie noch heute das Ingenieurteam von RETTAR, um das technische Datenblatt oder das Anwendungshandbuch für den 3DPro 2300 anzufordern.